
Muslim Magomayev wurde am 17. August 1942 in Baku geboren. Erstmals trat er mit 14 Jahren im Klub der Seeleute auf. Mit 19 Jahren begann er beim Jugendfestival in Helsinki und 1963 bei den Tagen der aserbaidschanischen Kultur in Moskau mit erfolgreichen Auftritten Ruhm zu erlangen. In den 1960er Jahren war er Solist des Staatlichen Opern- und Balletttheaters Aserbaidschans und absolvierte ein Praktikum an der Mailänder Scala. Mit Enrico Piazza erarbeitete er die Partien des Figaro aus „Der Barbier von Sevilla“ und des Scarpia aus „Tosca“. 1966 gab er sein erstes Konzert im Pariser Konzertsaal „Olympia“. 1968 schloss er das Staatliche Konservatorium Aserbaidschans ab. 1969 erhielt er beim Internationalen Liederfestival in Sopot (Polen) seinen ersten Preis. 1975 wurde er zum künstlerischen Leiter des „Staatlichen Estrada-Sinfonieorchesters Aserbaidschans“ ernannt. Mit diesem Orchester gab er neben einer Reihe sowjetischer Städte Konzerte in Frankreich, Bulgarien, Polen, Finnland, Kanada und Iran. Ab den 1970er Jahren verband er sein Leben mit der Estrada und erlangte beispiellose Popularität. Er trat überall in der ehemaligen UdSSR auf, gab Konzerte in Stadien, das Fernsehen räumte seinen Konzerten breiten Raum ein, seine Schallplatten erschienen in hohen Auflagen. Sein Repertoire ist vielseitig und äußerst breit. Neben populären Liedern interpretierte er meisterhaft Welthits, klassische Werke und Filmlieder. Er war Abgeordneter des Obersten Sowjets Aserbaidschans und wurde mit einer Reihe von Orden und Medaillen ausgezeichnet.