
Imir Mammadli wurde am 17. August 1957 im Bezirk Kaspi in Georgien geboren. Nach der Mittelschule setzte er seine Ausbildung an der Philologischen Fakultät der Staatlichen Universität Tiflis fort (1975–1980). In den 1980er Jahren zog Imir Mammadli nach Tiflis und arbeitete von 1985 bis 1990 bei der Staatlichen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft Georgiens, im Schriftstellerverband Georgiens und in der Redaktion der Zeitung „Sowjetgeorgien“. Ende der 1990er Jahre war er Berater und Ratgeber im Apparat des georgischen Staatsoberhaupts (1992–1996), Referent für interethnische Beziehungen in der Staatskanzlei Georgiens (1996–2000) und stieg bis zum stellvertretenden Leiter des Dienstes für Regionalpolitik und Verwaltung des Präsidenten Georgiens auf. Er war Vorsitzender der Sektion aserbaidschanischer Schriftsteller beim Schriftstellerverband Georgiens (1995–2003). Von 2004 bis 2019 war er Direktor der Radioabteilung „Literatur und Kunst“ der Öffentlichen Fernseh- und Rundfunkgesellschaft. Seit 2019 arbeitet er im Staatlichen Übersetzungszentrum beim Ministerkabinett der Republik Aserbaidschan. Seine literarische Tätigkeit begann er in der Mittelschule. Er schreibt in aserbaidschanischer und georgischer Sprache. Er ist Autor von sieben Originalbüchern und über 10 übersetzten Büchern. Nach seinen Drehbüchern wurden 9 Spielfilme gedreht; davon wurden ein abendfüllender Spielfilm und 5 Serien im Staatsauftrag und ein abendfüllender Film von türkischen Filmschaffenden verfilmt; vier seiner Stücke wurden an aserbaidschanischen Theatern aufgeführt. Er übersetzte Schota Rustawelis Poem „Der Recke im Tigerfell“ erstmals aus dem Original poetisch ins Aserbaidschanische. Die Aussprüche des Propheten Mohammed, eine Gedichtsammlung von Yunus Emre, die Werke von Ashig Alasgar, eine Anthologie zeitgenössischer aserbaidschanischer Prosa, eine Sammlung von Novellen und Erzählungen von Isa Muganna und Beispiele moderner aserbaidschanischer Poesie übertrug er ins Georgische. Er wurde zum Ehrenmitglied der Gesellschaft der Intellektuellen Aserbaidschans (1997), zum Mitglied des Kulturzentrums der Aserbaidschaner der Welt (1998) und beim I. Kongress der Aserbaidschaner der Welt zum Mitglied des Koordinationsrates der Aserbaidschaner der Welt (2001) gewählt. Für seine Verdienste erhielt er viele staatliche und literarische Auszeichnungen: Träger des Präsidentenpreises der Republik Aserbaidschan (2010), Sonderpreisträger des dem Nationalhelden Mubariz Ibrahimov gewidmeten Wettbewerbs (2011), Träger des Staatspreises Georgiens (2001), des Preises „Machabeli“ (1997), der Medaille „Treue zu Tiflis“ (1999), des Ordens „Şərəf“ (2000) und des Preises „UGART“ des Schriftstellerverbandes (2005).