
Huseyn Mirali oglu Seyidzada wurde am 15. Oktober 1910 in Irawan geboren. Er ist der jüngere Bruder von Hasan Seyidov. 1927 begann er seine Berufstätigkeit in einer Nähfabrik in Baku, kam dann ans Arbeitertheater und arbeitete als Schauspielhelfer. Ein Jahr später wurde er Schauspieler des Theaters der Jungen Arbeiter. 1930 schloss er in Leningrad einen Regiekurs ab und kehrte nach Baku zurück. Nach dem Abschluss der Fakultät für Filmregie des Unionsinstituts für Kinematographie in Moskau 1936 arbeitete er im Filmstudio „Azərbaycanfilm“. 1938 führte er Regie bei „Bakılılar“ und „Böyük şəfəq“, 1939 bei „Ayna“. Danach vervollkommnete er sein Können im Studio „Lenfilm“. 1943 drehte er gemeinsam mit dem Regisseur Niyazi Badalov den Film „Sovqat“ über die patriotischen Gefühle der Menschen, die Geschenke an die Front schickten. 1956 kam in den Kinos Bakus Huseyn Seyidzadas Film „O olmasın, bu olsun“ heraus. Es gibt in Aserbaidschan kein Filmwerk, das ein so berühmtes Schauspielerensemble versammeln konnte wie „O olmasın, bu olsun“. Dieser Film, der um die Welt ging, ist eines der Meisterwerke Huseyn Seyidzadas. 1969 verfilmte er sein nach Ismayil Shikhlis gleichnamigem Roman geschriebenes Drehbuch „Dəli Kür“. Die Spielfilme „Yenilməz batalyon“ (1965), „Koroğlu“ (1960), „Var olun qızlar“ (1972) und „Qayınana“ (1978) gehören zu H. Seyidzadas besten Regiearbeiten. Huseyn Seyidzada war ein kämpferischer Künstler. Er sagte gern offen seine Meinung. 1970 wurde ihm der Titel Verdienter Kunstschaffender der Aserbaidschanischen SSR verliehen. Zuletzt wollte er einen Film über Natavan drehen, doch der unerbittliche Tod ließ es nicht zu. Huseyn Seyidzada starb am 2. Juni 1979. Eine Straße in Baku trägt seinen Namen.